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Wer von einer Abmahnung betroffen ist, ist zunächst einmal verstört und ratlos.
Er braucht Informationen, um seine Situation richtig einschätzen zu können und nicht in Panik zu verfallen.
Beim Abmahner Rat zu suchen ist selten eine gute Wahl, besonders, wenn es sich um einen Serienabmahner handelt (was der Betroffene allein aber nicht feststellen kann).
Sofern sich der Abgemahnte also nicht selbst gleich einen Anwalt nehmen will oder kann, ist er auf neutrale Informationen angewiesen. Diese stellen wir bereit.


Was ist eine Abmahnung? Was kann man tun? www.abmahnungs-faq.de


Um den einzelnen Abgemahnten kümmern kann sich der Verein leider nicht.
Selbst wenn wir die Zeit dazu hätten – was beiweitem nicht der Fall ist, denn die Aktiven unter uns arbeiten allesamt ehrenamtlich und unentgeltlich im Verein, opfern dafür also ihre Freizeit – also selbst wenn es zeitlich möglich wäre: Die deutsche Rechtslage würde uns davon abhalten.

Wir haben es in Deutschland nämlich neben der honorarpflichtigen Abmahnung auch noch mit einer weiteren Besonderheit zu tun: dem deutschen Rechtsberatungsgesetz.
Dieses aus dem Jahre 1935 stammende Gesetz verbietet Nichtjuristen die geschäftsmäßige Beratung in Rechtsangelegenheiten. Wobei „geschäftsmäßig“ keineswegs heißt, dass Geld dafür verlangt würde. „Geschäftsmäßig“ gilt auch für jemanden, der es völlig kostenlos tut, nur eben immer wieder mal.
Darauf, welchen geschichtlichen Hintergrund dieses Gesetz hat, gehen wir hier nicht ein. Wir stellen nur fest: Auch uns, dem Verein, ist es nicht gestattet, individuelle Rechtsberatung zu geben. Woran wir uns auch strikt halten.

Dennoch bedarf der Abgemahnte, der sich urplötzlich „in die Mühlen der Justiz geraten“ wähnt, der Hilfe.

Zwar kann er sich gleich vertrauensvoll an einen Anwalt wenden.
Nur hatten die meisten Abgemahnten ihr Leben lang noch nie mit einem Anwalt zu tun, kennen keinen. Und schon gar nicht wissen sie, ob sie mit dem Finger im Branchenbuch den richtigen finden würden. Hinzu kommt, dass die Einschaltung eines Rechtsanwalts bekanntlich ein nicht unwesentlicher Kostenfaktor ist, und wer sich von der Abmahnung bereits geschröpft fühlt, überlegt sich, ob ihn ein hinzugezogener Anwalt nicht nur noch zusätzliches Geld kostet.

Viele wollen daher zunächst einmal versuchen, allein „aus der Sache heraus zu kommen“.
Was aber nicht einfach ist, denn die erforderliche Literatur steht nicht zur Verfügung und die Zeit ist knapp – Abmahner setzen bewusst sehr kurze Fristen.

Es muss also eine Stelle geben, wo man zumindest nachsehen kann, welche Auswirkungen die erhaltene Abmahnung und die mögliche Reaktion darauf haben kann.

Verständlicherweise glauben viele (von ihrer Unschuld überzeugt oder noch im Glauben, dass das nicht rechtens sein könne, wegen einer Bagatelle derart zur Unterschrift genötigt und zur Kasse gebeten zu werden), die beste Reaktion sei gar keine, die Sache werde sich schon von selbst erledigen.
In fast allen Fällen ein fataler Fehler – aber schon dieses muss man aus zuverlässiger Quelle erfahren, das weiß man nicht unbedingt von selbst.

Nicht zuletzt geht es darum, dass Abgemahnte einschätzen können, ob es sich um eine missbräuchliche Abmahnung handelt. Missbrauch aus Gewinnsucht kann kein Einzelner beurteilen, sofern die Abmahnung formal berechtigt ist, da er die Ausmaße einer eventuell vorhandenen Welle nicht kennt. Missbrauch wegen fehlender Aktivlegitimation (Abmahnungsberechtigung) allerdings lässt sich unter Umständen selbst feststellen. Sofern man an die entsprechenden Informationen gelangt.

Ebenso wie sie zuvor nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, können die meisten Betroffenen der deutschen Abmahnwut freilich mit Juristendeutsch nichts anfangen, kennen die Begriffe nicht, und mancher scheitert am Versuch, Gesetzestexte und Gerichtsurteile mit dem gesunden Menschenverstand zu begreifen. Ein Stück weit ist denn also auch allgemeine Erklärung notwendig.

Vor allem aber ist es wichtig, dass wegen der knappen Frist nicht zuviel Zeit mit der Suche nach Information vertan wird.
Wir bemühen uns deshalb, nicht nur Aufklärung zur Verhütung von Abmahnungen zu bieten, sondern mit unserem Informationsangebot auch den bereits Betroffenen hilfreich zu sein.

Wer schließlich merkt, dass er damit nicht zurande kommt, ist gut beraten, sich dann doch noch einen Anwalt zu nehmen.
Aber jeder sollte die Chance haben, sich zunächst selbst kundig zu machen und dem Leitsatz „Selbst denken macht klug“ zu folgen. Dies birgt immerhin die Chance, das Gefühl des ohnmächtigen Ausgeliefertseins in den Griff zu bekommen, Gesetze kennenzulernen und sich auf diese Weise gegen weitere Abmahnungen zu rüsten.


Was ist eine Abmahnung? Was kann man tun? www.abmahnungs-faq.de


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